Archiv der Kategorie: Allgemein

Welche Strategie verfolgt die Neue Rechte? (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Birgit Kieschnick zu dem Artikel in der SZ vom 16.02.2018 zu den Ausfällen der AfD und der geäußerten Empörung durch Ministerpräsident Kretschmer.

Es lohnt sich, dazu den französischen Vordenker der Neuen Rechten  Alain de Benoist zu zitieren – sein Buch ist erschienen unter dem kämpferischen Titel: “Kulturrevolution von rechts”.

Benoist entwickelte in den frühen 80ern eine diskursive Strategie, die die deutschen Kulturrevolutionäre der Neuen Rechten sich heute begeistert aneignen: “Der Staat”, schreibt er, “kann den Besitz von Waffen oder die Verwendung von Sprengstoff verbieten, aber kann nur sehr schwer, ohne das Prinzip der freien Meinungsäußerung anzutasten, die Verbreitung eines Buches oder die Aufführung eines Schauspiels verbieten, die jedoch, wenn es darauf ankommt, Waffen darstellen können, die gegen ihn gerichtet werden”. Was Benoist meint: Besteht auf Eurem Recht, öffentlich Eure Meinung zu sagen – solang, bis es euren liberalen Gegnern zu viel wird – und sie ihre eigenen Wertvorstellungen aufgeben müssen. Kurzum: Lasst das System an sich selbst zugrunde gehen. (entnommen einem Beitrag im DLF von Kolja Mensing) Welche Strategie verfolgt die Neue Rechte? (Gastbeitrag) weiterlesen

Aussagen von Polizisten, die zu denken geben

Ich hatte nie ein Problem mit der Polizei. Ich vermute, dass das bei vielen, die diese Zeilen lesen werden, anders ist. Bis Herbst des vergangenen Jahres stand ich der Polizei allerdings neutral gegenüber. Ich habe sie nicht als „Freund und Helfer“ überhöht, ich habe sie aber auch nicht besonders kritisch gesehen. Dies änderte sich 2016 an einem Abend im September. Nach den Ereignissen der vergangenen Tage in Bautzen, begann ich wieder vermehrt über die Polizei und ihr Agieren nachzudenken. Ich möchte keinen langen Roman zum Thema schreiben, sondern nur zwei Zitate von Polizisten in den Raum stellen, die zu denken geben. Die Zitate wurden nicht in direktem Zusammenhang geäußert und es ist mir bewusst, dass es fraglich ist, sie in Zusammenhang zu stellen.

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Eine andere Sicht der Dinge: Die Nacht vom 27. auf den 28. Juli in Bautzen

Es gibt immer mehr als eine Sicht auf ein Ereignis. Eine Möglichkeit, die Geschehnisse des gestrigen Abends (27./28. Juli) auf dem Bautzener Kornmarkt zu betrachten, ist die Sichtweise der Polizei, die eine Pressemitteilung zu dem kompletten Abend herausgegeben hat. Man kann aber auch Menschen fragen, die an dem Abend – zumindest zeitweise – dabei waren. Ich habe Claudia Nikles, die das Geschehen beobachtet hat, nach ihren Beobachtungen, Eindrücken und Erfahrungen des Abends gefragt. 

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Bautzen: Kurz notiert IV

Der alltägliche Wahnsinn in Bautzen:
 
Vor Edeka am Kornmarkt sitzt meist die „Division Bautzen“, sich vor Sonne oder Regen schützend und Bier trinkend.
 
Samstag:
Als ich in das Geschäft ging: „Ah da ist ja unsere grüne Freundin“
Als ich herausging: riefen mir meinen Namen hinterher
 
Montag:
Beim Reingehen: „Da ist ja die dumme Sau“
Beim Rausgehen: unverständliches Gepöbel