Bautzen – die verpasste Chance (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Marcel Fischer 
Glaubt man den Kommentaren in Facebookgruppen aus und über Bautzen ist die Spreestadt eine schöne und vor Allem einzigartige Stadt. Schön ist Bautzen auf jeden Fall, aber einzigartig? Nein, das ist die Stadt nichtmal in Ostsachsen. Hoyerswerda, Görlitz und Zittau haben beispielsweise ähnliche Einwohnerzahlen wie Bautzen. Insbesondere Görlitz hat eine Altstadt, die Bautzen in nichts nachsteht. Die Städte haben auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: ein Bevölkerungsrückgang im Vergleich zu 1990. Die Tendenz ist weiter sinkend. Bautzen – die verpasste Chance (Gastbeitrag) weiterlesen

Bautzen, nur ein Abenteuer (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Michael Beyerlein 

Vor etwa 16 Monaten kam ich vom Erzgebirge nach Bautzen. Viele Menschen warnten mich. Wie kannst Du freiwillig in die Oberlausitz gehen? Meine Frau weigerte sich mitzugehen, sie lässt sich sogar scheiden. Aber trotzdem nahm ich das Angebot an. Ich will ja den Kirchen helfen mit den Geflüchteten zurecht zu kommen. 

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Keine Toleranz für Intoleranz!

Mein persönliches Ergebnis zur Aussage des OB Ahrens, ich müsse am “Aspekt der Toleranz” arbeiten: Das werde ich nicht. Keine Toleranz für Intoleranz, Reichsbürger und Antidemokraten.
 
Es ist wichtiger zu diesen Strukturen zu recherchieren und sie zu dokumentieren. Deshalb verschwende ich meine Freizeit fortan nicht mehr in Projekten wie “1000 Jahre Friede zu Bautzen“, sondern werde wieder mehr recherchieren, twittern und vor allem bloggen!

Ein Tweet unter vielen… 

Derzeit erhitzt ein Tweet die Gemüter in Bautzen. Er erhielt damals kaum Aufmerksamkeit auf Twitter. Erst nachdem er als Screenshot auf Facebook immer wieder (und auch gerade jetzt wieder) geteilt wurde, wird er in Bautzen immer wieder von einigen Menschen als „Prototyp“ für mein Twitterverhalten angesehen und missbraucht. Ich möchte deshalb hier kurz auf den damaligen Tweet und seinen Kontext eingehen und im Anschluss einen sehr, sehr kurzen Einblick in meine „Twitterverhalten“ der letzten Monate geben – einen Eiblick in das, was ich auf meinem Account alles teile und dokumentiere, damit sich vielleicht der eine oder die andere ein Bild davon machen kann, was ich hier auf Twitter so treibe. Das geht übrigens auch ohne Anmeldung bei Twitter jederzeit unter https://twitter.com/Schmanle oder über die linke Seitenleiste hier auf dem Blog.

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Ein kurzer Demorückblick in drei Tweets

Heute fand in Bautzen das Picknick und die Demo “Kein Platz für Rassismus – (Alltags-)Rassismus widersprechen” statt. Für heute nur ein kleiner Einblick in drei Tweets. Mehr Text folgt morgen!

Kein Platz für Rassismus – (Alltags-)Rassismus widersprechen

Am Sonntag, den 17. Juni 2018, wollen wir in Bautzen ein Zeichen gegen den alltäglichen Rassismus, der in unserer Gesellschaft stattfindet, setzen. Gegen den Rassismus, der Menschen im Supermarkt, in Schule und Kindergarten, in Bahn und Bus, aber auch in Behörden widerfährt. Ein Rassismus, der für viele Menschen, die nicht davon betroffen sind, unsichtbar bleibt und deshalb nicht als Problem wahrgenommen wird.

 
Wir treffen uns um 14 Uhr auf dem Kornmarkt in Bautzen und werden dort ein gemeinsames Picknick veranstalten: Packt Decken, Essen und Getränke (keine Glasflaschen!) ein, nehmt Freund*innen und Nachbar*innen mit und kommt auf den Kornmarkt. Teilt Eure Decken und das Essen mit anderen Menschen, knüpft neue Kontakte, informiert und vernetzt Euch!

 
Im Anschluss an das Picknick, bei dem es Redebeiträge zum Thema Alltagsrassismus geben wird, werden wir zu einer Demonstration mit Zwischenkundgebungen und Redebeiträgen zu Asylrechtsverschärfung, Rechte für Geflüchtete und dem Umgang des Staates mit schutzbedürftigen Menschen aufbrechen.
Es wird zudem die Möglichkeit geben, sich über (Alltags-)Rassismus und den Umgang damit zu informieren.

 
Als Ende der Veranstaltung ist ca. 17 Uhr angepeilt.

Protokoll des Behördenversagens (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Bruno Rössel (Helferkreis Neukirch und Pate bei „Bautzen bleibt bunt“)

Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Neukirch:
Wie die Bautzener Ausländerbehörde Integrationsverweigerung betreibt und die Öffentlichkeit belügt.

Am 17. Januar klingelte bei den Aktiven des Neukircher Helferkreises, der seit einigen Jahren schon Geflüchtete beim Ankommen im Ort unterstützt, das Telefon. Die Ausländerbehörde des Landkreises Bautzen teilte mit, dass die Gemeinschaftsunterkunft im Ort zum 30. April 2018 geschlossen werde – und bot Zusammenarbeit an. Ein Angebot, das uns überraschte – die Antirassist*innen und Unterstützer*innen von Geflüchteten im Landkreis wissen, was gemeint ist – und mit Hoffnung erfüllte. Hoffnung darauf, dass es uns gelingen könnte, wenigstens die Asylsuchenden in Neukirch zu halten, die eine Arbeit gefunden, eine Ausbildung begonnen haben, oder in der Umgebung zur Schule gehen. Sie alle haben Pat*innen und Freund*innen gefunden, und enorme Fortschritte bei der Integration erzielt. Dass diese Hoffnung enttäuscht werden sollte, ahnten zu diesem Zeitpunkt wohl nur wenige.

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Die Abwesenheit von Naziaufmärschen beutetet nicht die Abwesenheit von Nazis

Immer wieder bekommt man zu hören, dass Angriffe auf junge Refugees und junge Linke nur ein „Streit unter Jugendlichen“ sei, dass sie sich ja gegenseitig provoziert hätten. Das macht traurig, wenn man die Situation hier erlebt und immer wieder davon berichtet bekommt. Deshalb bin ich dankbar, dass sich das Integrationsteam Steinhaus Bautzen die Mühe gemacht hat und in der Zeit vom 25. März bis zum 10. April 2018 „Alltagserfahrungen“ von Frauen in Bautzen zusammengestellt hat. Diese wurden in einer Sektion bei der Konferenz „Polizei – Nächstenliebe – Zivilgesellschaft“ in Bautzen diskutiert. Ich gebe Euch die Stichpunkte der Auswertung hier wieder. Sie geben einen guten Überblick, in welchen Situationen sich Frauen in Bautzen im Alltag bewegen müssen, was sie dazu sagen, aber auch offene Fragen, die bei ihnen zurück bleiben. Ich habe die Zusammenstellung der Aussagen, die vom Integrationsteam erhoben wurden, nicht weiter bearbeitet. Sie sind aus meiner Sicht so eindrücklich und schockierend, dass ich keine redaktionelle Bearbeitung vornehmen möchte.

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Kritisches und Alltägliches aus dem Leben in Bautzen/Budyšin