Archiv der Kategorie: Bautzen

Kundgebung: Fakten statt „Fake News“ – Sonntag 25. November 2018 in Bautzen/Budyšin

Am Sonntag wird sich zum vierten Mal eine Gruppierung in Bautzen/Budyšin versammeln, die sich gegen den UN-Migrationspakt stellt. Bei den letzten Versammlungen wurden durch „Fake News“ Ängste in der Bevölkerung geschürt bzw. verstärkt. Im Aufruf wird unter anderem behauptet, dass es durch die Unterzeichnung des Paktes zur „Zerstörung unserer Heimat, unserer Kultur/Identität“ und „noch mehr Mord, Vergewaltigungen, Raub, Drogen…“ komme. Wie in der Sächsischen Zeitung am Montag zu lesen war, sagte ein Redner bei der letzten Kundgebung, dass er auf dem Platz weite Teile der Stadtgesellschaft sehe. Dies behauptet er über eine Versammlung von 250 Menschen, bei der auch bekannte Teilnehmer aus Dresden und Umgebung sowie die vom Verfassungsschutz beobachtete rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ zugegen war.

Dem wollen wir, der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen, der Stadtverband der SPD sowie die Fraktion von Die Linke im Stadtrat Bautzen mit weiteren Akteuren, ein sachliches Zeichen entgegen setzen. Wir wollen zeigen, dass die Stadtgesellschaft von Bautzen/Budyšin sich nicht unwidersprochen mit Rechtsextremen auf einen Platz stellt und gegen den UN-Migrationspakt “Fake News” in Umlauf bringt, sondern wir werden uns versammeln, über die Fakten zum Pakt reden und uns über das Miteinander in der Stadt austauschen.

Beginn der Versammlung ist um 15 Uhr in der Schilleranlage am Platz vor dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater.

Neue rechte Gruppierung in Bautzen?

Im September machte eine Direktnachricht in Bautzen die Runde und eine Privatperson veröffentlichte auf seinem Facebook-Profil den Aufruf für eine Demonstration. Man lud die Bürger der Stadt ein für „Sozialen Frieden – Innere Sicherheit“ auf die Straße zu gehen. Der sprachliche Duktus der verbreiteten Direktnachricht ließ vermuten, dass es sich bei den Organisatoren um „besorge Bürger“ handelt. Der Aufruf lautete:

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Interview mit dem “Bündnis für Demokratie und Toleranz”

Ich habe dem “Bündnis für Demokratie und Toleranz” vor einiger Zeit ein Interview gegeben. Das hatte ich hier noch gar nicht geteilt. Es geht u.a. um Bautzen und Sachsen.  Das Bündnis hat mich im Mai am “Tag des Grundgesetzes” als “Botschafterin für Demokratie und Toleranz” ausgezeichnet, was nicht allen Menschen gefallen hat.

Hier auch nochmal Film, der bei der Preisverleihung gezeigt wurde:

Ein Nachruf auf die Drews-Debatte (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Marcel Fischer 

Die Debatte um Jörg Drews ist entschieden. Drei Fraktionen des Stadtrates, die insgesamt 20 von 33 Stadträten umfassen, verteidigen Drews. Dazu kommen noch der AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse sowie der ehemalige NPD-Kreisvorsitzende Marco Wruck. Ein klarer Sieg nach Punkten und soweit auch ziemlich unspektakulär. Das Besondere an der Sache: Die Diskussion wurde entschieden, ohne dass sie geführt wurde. Tenor der nichtgeführten Diskussion: „Er schafft Arbeitsplätze und spendet.“ „Nur wer ebenso viel leistet wie Drews, darf ihn kritisieren.“ Die CDU-Fraktion beschwor sogar das Bild einer DDR 2.0.

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Bautzen – die verpasste Chance (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Marcel Fischer 
Glaubt man den Kommentaren in Facebookgruppen aus und über Bautzen ist die Spreestadt eine schöne und vor Allem einzigartige Stadt. Schön ist Bautzen auf jeden Fall, aber einzigartig? Nein, das ist die Stadt nichtmal in Ostsachsen. Hoyerswerda, Görlitz und Zittau haben beispielsweise ähnliche Einwohnerzahlen wie Bautzen. Insbesondere Görlitz hat eine Altstadt, die Bautzen in nichts nachsteht. Die Städte haben auch noch eine weitere Gemeinsamkeit: ein Bevölkerungsrückgang im Vergleich zu 1990. Die Tendenz ist weiter sinkend. Bautzen – die verpasste Chance (Gastbeitrag) weiterlesen

Bautzen, nur ein Abenteuer (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Michael Beyerlein 

Vor etwa 16 Monaten kam ich vom Erzgebirge nach Bautzen. Viele Menschen warnten mich. Wie kannst Du freiwillig in die Oberlausitz gehen? Meine Frau weigerte sich mitzugehen, sie lässt sich sogar scheiden. Aber trotzdem nahm ich das Angebot an. Ich will ja den Kirchen helfen mit den Geflüchteten zurecht zu kommen. 

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Keine Toleranz für Intoleranz!

Mein persönliches Ergebnis zur Aussage des OB Ahrens, ich müsse am “Aspekt der Toleranz” arbeiten: Das werde ich nicht. Keine Toleranz für Intoleranz, Reichsbürger und Antidemokraten.
 
Es ist wichtiger zu diesen Strukturen zu recherchieren und sie zu dokumentieren. Deshalb verschwende ich meine Freizeit fortan nicht mehr in Projekten wie “1000 Jahre Friede zu Bautzen“, sondern werde wieder mehr recherchieren, twittern und vor allem bloggen!